Diplomarbeit

 

Zwei Jahre  lang habe ich an der Journalistenschule MAZ in Luzern Inputs bekommen. Zwei Jahre lang wurde ich auf die Arbeit als Journalistin vorbereitet.
Dann endlich der krönende Abschluss: die Diplomarbeit. Endlich an der Zeit, mich an eine grosse Arbeit zu machen, an einen Film, in den ich meine ganze Lust zu erzählen packen konnte. Und hier endich das Ergebnis:

 

Mein Film erzählt die Schicksalsgeschichte einer jungen Frau, die bei einem Velounfall schwer verletzt wird. Es ist Lisa Monns Lebensgeschichte von dem Tag an, der nicht nur ihr Gesicht komplett verändert, sondern ihr ganzes Leben.
Es ist eine Geschichte, die mich als Autorin berührt hat wie bisher keine andere meiner bisherigen Geschichten.


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Ein Tag verändert alles – Geschichten hinter der Geschichte

Am 20. August 2016 geht Lisa mit zwei Freundinnen oberhalb von Davos Heidelbeeren sammeln. An diesem Abend kehrt sie jedoch nicht wie geplant nach Hause zurück. Dafür landet sie mit schweren Kopfverletzungen und zwei Liter Blutverlust im Spital, wo sie notfallmässig operiert wird.

Eine der Unfallzeugen ist der pensionierte Ueli Furrer aus Tavau. Am 20. August 2017 geht er mit seiner Frau spazieren. Auf dem Nachhauseweg passiert es, Lisa  fährt in die Heckscheibe von Ueli Furrers Auto.

Ueli Furrer hat den ganzen Unfallhergang in den darauf folgenden Tagen zu Papier gebracht, damit Lisa versteht, was genau passiert ist. Als ich ihn in Davos für meinen Film besucht habe, hat er mir seine Briefe vorgelesen.

 

Lisa ist gestürzt

Die enge Rechtskurve oberhalb von Davos hat Lisa am 20. August 2016 aus der Bahn geworfen. Sie hat mehrere Gesichtsknochen gebrochen, mit viel Glück ist das Auge verschont geblieben und es hat keine Hirnblutung gegeben. Lisa wird mit der Rega notfallmässig von Davos nach Chur transportiert, dann weiter ins Unviersitätsspital nach Zürich. Dort wartet sie stundenlang auf ihre Operation.

 

 

Lisa ist aufgestanden

Nach dem Unfall, nach der Zeit im Spital, kam die Zeit der Rehabilitation. Viele Stunden Physiotheraphie für die körperliche Erholung, stundenlange Gespräche mit Freunden und Familie für die seelische Erholung. Lisa hat ganze Notizbücher mit ihren Gedanken vollgeschrieben, um alles aufzuarbeiten. Sie hat gelernt, ihr Schicksal anzunehmen und Frieden damit zu schliessen. Während dieser Zeit hat sie auch eine Ausbildung zur Yoga-Lehrerin gemacht.

Lisa ist weitergegangen

Heute, eineinhalb Jahre nach dem Unfall, ist Lisa zurück auf ihrem Weg. Sie hat ihr Studium als Physiotherapheutin um ein Semester verlängert und ist inzwischen diplomierte Physiotherapheutin im Luzerner Kantonsspital. Sie lebt in Luzern, umgeben von vielen Freunden und verbringt viel ihrer Freizeit mit Yoga, Sport und auch mit ihrer grossen Liebe Alex. Heute kann Lisa auch wieder aufs Velo steigen, trotz all den Erinnerungen, trotz des Traumas, trotz des Unfalls. In einigen Monaten möchte Lisa mit ihrem Freund Alex ein Velorennen über 90 Kilometer bestreiten.

Lisa hat sich dafür entschieden, vorwärts zu gehen. Sie hat sich dafür entschieden, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen. Sie hat sich dafür entschieden, all die Dinge zu machen, die sie machen möchte. Und nichts hält sie davon ab.